Der Unsinn mit den Diäten


 

Man kann viel falsch machen auf dem Weg zur Idealfigur. Normalerweise geht das Gewicht nach der Diät erst recht in die Höhe. Im schlimmsten Fall nimmt die Gesundheit ernsthaft Schaden. Zwischen 1900 und 1920 erschienen die ersten medizinischen Gewichtstabellen, die Konfektionsgrößen in der Kleidung wurden eingeführt und die ersten Schönheitsexpertinnen predigten kosmetische Tipps.

 
Historisches Bild Misswahl  
 
Parallel dazu entwickelte sich die Diätindustrie: Gewichtskontrolle wurde großgeschrieben - mit Ausnahme der Kriegszeiten. Doch Mitte der 70er Jahre hatte nahezu jede Amerikanerin bereits eine Diät ausprobiert. Die Medizin propagierte die gesundheitliche Bedrohung durch Körperfett und pries ein pauschal errechnetes Idealgewicht als "Gewicht der höchsten Lebenserwartung".
"Chemische Keule" gegen den eigenen Körper
Der Weg zu diesem "Idealgewicht" gestaltet sich oft steinig und war in vielen Fällen auch gesundheitlich äußerst bedenklich: Noch heute greifen Frauen, die sich zu dick fühlen, zu Entwässerungs- und Abführmitteln, sie schlucken Appetitzügler, ernähren sich durch Radikal-Diäten einseitig oder entziehen sich innerhalb einer Null-Diät sogar jeglicher Nahrung.

Pendeln zwischen Extremen: Der Jojo-Effekt
 

Dicker und dünner Luftballon

 
 

Abgesehen von der körperlichen Belastung während der Diät sind diepsychischen Probleme anschließend meist vorprogrammiert, wenn der "Jojo-Effekt" eintritt.
Sobald man sich nach der Diät wieder normal ernährt, tritt die Gewichtszunahme meist noch massiver ein als vor der Diät. Das liegt daran, dass sich der Körper während der drastisch verringerten Kalorienzufuhr automatisch auf "Notzeit" programmiert hat. Er legt jede verfügbare Kalorie für den Fall einer "neuen Hungerzeit" möglichst effektiv an. Deshalb machen Diäten häufig nicht dünn, sondern dick.